Apple: Der neue HomePod

Nun ist es soweit: Über sechs Jahre hat Apple daran gebastelt – und jetzt endlich ist der HomePod im Handel.

Noch nicht in Deutschland, denn wir müssen uns noch bis zu einem unbestimmten Termin im Frühling gedulden, aber in den USA, Großbritannien und Australien kann der smarte Speaker gekauft werden. Was ist denn jetzt der HomePod? Der HomePod ist sowas wie Amazons Echo – mit besserem Design und Sound und höherem Preis, sowie natürlich Siri anstelle von Alexa an Board. Während man die Echo-Devices von Amazon bereits seit 3 Jahren kaufen kann und Google Home immerhin vor 1,5 Jahren vorgestellt wurde, ist Apple wieder einmal spät am Markt.

Vergleich: Amazon Echo vs. Apple HomePod vs. Google Home vs. Microsoft Invoke – Wer macht nun das Rennen?

Spätestens mit dem überraschenden Erfolg des „Echo“ zeichnete sich ab, das intelligente Lautsprechersysteme die Wohnzimmer der digital-affinen Kundschaft erobern werden. Google legte mit dem „Home“ nach, Microsoft folgte in Partnerschaft mit harman/kardon und stellte kürzlich den „Invoke“ vor. Nun hat auch Apple die Bühne betreten und zeigt mit dem „HomePod“ die eigene Strategie für den zukunftsträchtigen Markt.

Die Systeme zeichnet aus, dass sie mit den vom jeweiligen Anbieter entwickelten digitalen Assistenten und Spracherkennungssystemen ausgestattet sind. Amazon geht mit Alexa ins Rennen, Google basiert auf dem Assistant, Microsoft pusht Cortana und Apple will mit Siri die eigene künstliche Intelligenz auf nächste Level heben. Die vier Geräte hören auf ein definiertes Startwort oder lassen sich über eine Taste auf der Oberseite aktivieren, erst danach findet eine Datenübertragung an die Server des Anbieters statt. Im Idealfall lass sich über die dann erkannten Fragen und Anweisungen verschieden Apps und Anwendungen steuern, Suchanfragen oder Bestellungen ausführen, Termine eintragen oder Mails vorlesen.

Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer vorstellbar, dass der vom Amazon Echo erarbeitete Vorsprung von einem der anderen Systeme eingeholt werden kann. Sicherlich wird es eine Vielzahl von Apple-Nutzern geben, die sich einen HomePod zulegen, sofern sie bisher keine „Echo“besitzen – die bisherigen Anwender zu gewinnen, dürfte trotz der hinlänglich bekannten Gründe schwierig werden, da die Einrichtung und Integration der Systeme in den Alltag durchaus mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Zudem positioniert Amazon den Echo  bzw. Alexa recht geschickt als „virtuelles Familienmitglied“, das man in der Folge nicht einfach „verstösst“.

Der Blick auf vergangene Produkt – Launchs der Kalifonier zeigt uns, dass es für Apple noch nie ein Problem, spät ein Gerät auf dem Markt zu bringen. In diversen Produktkategorien hat man dennoch den Markt jeweils komplett umkrempeln können – wieso also nicht auch beim HomePod? 349 Dollar kostet der Spaß aber 1. schockt es niemand das Preisschild und 2. hinkt der Vergleich mit Google Home und Amazon Alexa sowieso, wenn man berücksichtigt dass das Apple-Device den mit Abstand besseren Klang bietet.

 

FLYmobile Autor

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